Kaufmann, Käsbauer, Ulmschneider, Schikora, Bundschu

Einmal pro Jahr vergeben gemeinsam die AfnP und dem Georg Thieme Verlag heute vertreten durch Fr. Stefanie Schikora den Pflegepreis mit dem Preisgeld in der Höhe von 1500 €. Wir freuen uns das auch in diesem Jahr wieder so viele verschiedene Facharbeiten von Fachweiterbildungsteilnehmern aus 4 verschiedenen Weiterbildungsstätten und auch zwei eigene Projekte eingereicht wurden. Die gemischte Fachjury aus 7 Bewertern setzt sich zusammen aus Leitungen aus Weiterbildungsstätten und Krankenpflegeschule, ärztlichen Bewertern , und dem Georg Thieme Verlag. Sie alle hatten es wieder nicht leicht und da jede Arbeit ein anderes Thema aufgegriffen hat war es auch sehr interessant die Arbeiten zu lesen. Mit unter wurde ein Randgebiet als Thema gewählt und Fachwissen von Experten musste eingeholt werden z. B. bei der Arbeit über das Hanta Virus.

Einstimmig geht der Förderpreis nephrologische Pflege mit einem Preisgeld von 1500,- in diesem Jahr an eine Preisträgerin.

Thema: Angehörigenintegration am Beispiel dialysepflichtiger Patienten einer ambulanten Dialyseeinrichtung
Preisträger:
Platz 1
Martina Kaufmann,
hat in Ulm gerade die Fachweiterbildung für Nephrologie abgeschlossen


Ein nicht einfaches und doch stark vernachlässigtes Thema. So informieren wir noch zu Beginn der Nierenersatztherapie meist die Angehörigen aber wie geht es den Angehörigen wenn sie meist jahrelang 20 Jahre und noch mehr mit Höhen und Tiefen die Patienten begleiten?

Durch die Abhängigkeit des Patienten von der lebensnotwenigen Nierenersatztherapie meist mit modernen technischen Geräten ändert sich die Beziehungsebene in der Familie/Partnerschaft. In der sehr schön strukturierten Arbeit zeigt Fr. Kaufmann Möglichkeiten auf die zur Verbesserung der Gesamtsituation beitragen können. Mittels eines Fragebogens hat sie den Istzustand ermittelt. Sie hat die Bedürfnisse der Angehörigen erfragt und dann gezielte Hilfestellungen entwickelt Sie stellt fest das die Angehörigen ein wichtiger Partner im Behandlungsteam sind. Das Angebot einer partnerunabhängigen Sprechstunde ist ihr Resümee

Den 2. Platz teilen sich 2 Arbeiten und mit nur 2 Punkten Unterschied dicht gefolgt der 3. Platz. Wichtig war uns auch bei der Beurteilung, welchen praktischen Bezug die eingereicht Arbeit für die tgl. Pflegepraxis hat und ob sich dadurch auch eine Verbesserung im nephrologischen Arbeitsfeld erreichen lässt.

Thema: Qualitätsmanagement in der Dialyse. Aufbau eines QM-Systems und die sich daraus ergebenen Vorzüge für nephrologische Pflegekräfte und Patienten
Preisträger:
Platz 2
Armin Käsbauer,
hat in Nürnberg seine Fachweiterbildung abgeschlossen


Aus meiner Sicht eine recht gelungene Zusammenstellung von Aspekten zum Thema was bringt ein Qualitätsmanagement für Vorteile für Pflegende die Einrichtung und die Patienten. Detailliert werden die erforderlichen Maßnahmen aufgelistet. Wie aus dem Quellennachweis des Autoren ersichtlich findet sich mittlerweile viel Literatur zu diesem Thema. Er stellt die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit von Qualität in jeder Form dar und weist auf die Vorteile für die Mitarbeiter hin, wenn es installiert ist. Er weist darauf hin, dass Qualitätsmanagement von allen gelebt werden muss und man dabei auf die Mitarbeit von allen angewiesen ist.

Thema: Dialysepatienten mit demenzieller Erkrankung. Eine Herausforderung für die nephrologischen Pflegekräfte
Preisträger:
Platz 2
Toni Kollmeier
hat die Fachweiterbildung in Traunstein absolviert


Ein Thema das uns auch in den nächsten Jahren zunehmen beschäftigen wird .
Anhand eines Fallbeispieles wird die Karriere eines Dialysepatienten über Jahre aufgezeigt. Als Lösungsansatz wird die Implementierung des Pflegeprozesses und die Bezugspflege (Primary Nursing) angeboten.

Thema: Informations- und Schulungsbedarf von Eltern chronisch nierenkranker Kinder und Jugendlicher
Preisträger:
Platz 3
Sabine Ulmschneider
hat auch in Ulm in diesem Jahr die Fachweiterbildung abgeschlossen


Frau Ulmschneider hat in Ihrem Zentrum einen Elterntag mit Fachvorträgen durchgeführt. Im Anschluss wurde ein Fragebogen ausgeteilt. Die kritische Auswertung der Autorin und der Lösungsansatz oder Ausblick für jedes aufgeworfene Problem gefällt mir sehr gut. Es zeigt sich dass auf diesem Gebiet noch viel Informationsbedarf besteht.