Bild vergrößern Von links: Christian Schäfer, Georg
Thieme Verlag; Verena Böttcher
erster Platz mit ihrer Einzelarbeit;
Heike Lietz, Dagmar Essomé, zweiter
Platz mit ihrer Gruppenarbeit; Marion
Bundschu, 1. Vorsitzende der AfnP;

Der Förderpreis Nephrologische Pflege wurde 2011 zum sechsten Mal vergeben. Die AfnP und der Georg Thieme Verlag vergaben auf dem 33. AfnP-Symposium zum sechsten Mal den Förderpreis Nephrologische Pflege. Auf den ersten Platz kam Verena Böttcher mit dem Thema „Patientenverfügung“. Für den Förderpreis Nephrologische Pflege 2012 ist der Einsendeschluss wie gehabt am 30.06. Interessierte können den Kriterien entsprechende Einzel- oder Gruppenarbeiten an die AfnP-Geschäftsstelle senden.

Im Jahr 2011 konnten wir gemeinsam mit dem Georg Thieme Verlag vertreten durch die Dialyse aktuell zum sechsten Mal den Förderpreis Nephrologische Pflege in Fulda überreichen (Abb. 1). Den ersten Platz hat Verena Böttcher, Dresden, mit ihrer Einzelarbeit zum Thema „Patientenverfügung“ erreicht, auf Platz 2 kamen Heike Lietz und Dagmar Essomé mit ihrer Gruppenarbeit zum Thema „Sturzprävention in der Dialyse“ und auf Platz 3 kam Gisela Kessler mit dem Thema „Casemanagement in ambulanten Dialyseeinrichtungen“. 2011 reichten 18 Personen und eine ganze Dialyseeinrichtung ihre Fach- oder Projektarbeit ein. Nicht alle Arbeiten erfüllten die Kriterien, diese kamen damit nicht in die Bewertung.

 

1. Preisträgerin
Gemeinsame Überlegung mit der ärztlichen Leitung meiner damaligen Arbeitsstelle, welches Thema für die Praxis relevant sein könnte. Im Hintergrund stand die Überlegung, wie sich im Laufe meiner Tätigkeit in der Dialyse das Patientengut im Sinne der Zunahme von Multimorbidität verändert hat.

Verena Böttcher
Patientenverfügung


2. Preisträger
Dialysepatienten werden immer älter und multimorbider. Dadurch steigt das Risiko, auch im Dialysezentrum zu stürzen. Unsere Ziele waren und sind es, das Sturz- und Verletzungsrisiko der Patienten zu vermeiden bzw. zu reduzieren, den Umgang mit Stürzen und deren Dokumentation in den Einrichtungen zu vereinheitlichen und die Mitarbeiter zu dem Thema Sturzprävention zu schulen.

Heike Lietz, Dagmar Essomé
Sturzprävention in der Dialyse


3. Preisträgerin

Die Facharbeit entstand im Rahmen der Weiterbildung zur Casemanagerin beim DBfK. Impulsgeber war meine jahrzehntelange berufliche Erfahrung in der Pflege im Umgang mit chronisch kranken Menschen. Dabei musste ich erfahren, dass die Versorgung von Menschen, die an einer oder mehreren chronischen Krankheiten leiden, zunehmend komplexer wurde. Das heißt, an der Versorgung beteiligen sich mehrere Berufsgruppen und unterschiedliche gesundheitliche Versorgungssysteme. Daraus entstehen Versorgungsbrüche, die sich direkt am betroffenen Menschen auswirken. Für diese Problemsituationen gibt es im Gesundheitswesen in Deutschland bis heute noch keine wirksamen Strukturen. Das Handlungskonzept des Casemanagements erscheint mir hierfür ein wirksames Instrument zu sein. Diese Hypothese habe ich versucht, in meiner Facharbeit zu bearbeiten, zu erläutern und zu beantworten.

VGisela Kessler
Casemanagement in ambulanten Dialyseeinrichtungen