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(Von links: Inken Muhs, 3. Platz;
Carolin Theiß, 2. Platz; Antje
Diedrich und Rebecca Fiedler, Preisträgerinnen)
sowie die Laudatoren
(von links: Manfred Breit, AfnP;
Christian Schäfer, Dialyse aktuell).

Förderpreis Nephrologische Pflege Verleihung auf dem 35. AfnP-Symposium. Die Arbeitsgemeinschaft für nephrologisches Personal e. V. und der Georg Thieme Verlag vergaben auf dem 35. AfnP-Symposium in Fulda zum achten Mal den Förderpreis Nephrologische Pflege. Den ersten Platz belegten Rebecca Fiedler, Fulda, und Antje Diedrich, Altenstadt, mit ihrer gemeinsamen Arbeit „Leitfaden für Dialysepatienten – Erstellung und Evaluierung“ Der Georg Thieme Verlag, vertreten durch Christian Schäfer, Redakteur der Dialyse aktuell, stiftete das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro an die Gewinnerinnen, die sich das Geld teilten. Wie schon im letztem Jahr erhielt die Zweitplatzierte, Carolin Theiß einen Gutschein für das Bücherangebot des Thieme Verlags im Wert von 400 Euro. Die Drittplatzierte, Inken Muhs bekam auch einen entsprechenden Gutschein über 200 Euro. Die Begründung des Verlages hierfür war, dass diese Arbeiten ebenfalls qualitativ sehr hochwertig waren und die ersten 3 Plätze von der Bewertung her sehr eng beieinander lagen. Das Themenspektrum war wie immer weit gefächert. Die Steckbriefe der Autorinnen der ersten 3 Beiträge finden sie im Folgenden.

Erster Platz: Preisträgerinen Rebecca Fiedler und Antje Diedrich
Die Facharbeit mit dem Thema „Leitfaden für Dialysepatienten – Erstellung und Evaluierung“ entstand im Rahmen der Weiterbildung „Schwester/Pfleger für Nephrologie“ an der staatlich anerkannten Weiterbildungsstätte Ulm (Kurs 2011/2013). Was unterscheidet einen Dialysepatienten aus einer Klinikdialyse von einem Patienten aus einer niedergelassenen Praxis? Wo besteht formationsbedarf, und welche Punkte müssen nicht mehr besprochen werden oder wie gut aufgeklärt fühlen sich die Patienten? Diese und ähnliche Fragen beschäftigten die Preisträgerinnen Frau Fiedler und Frau Diedrich im Rahmen ihrer Fachweiterbildung und stellten für sie das ideale Thema für ihre Facharbeit dar. Begonnen haben die beiden mit dem Erstellen eines Fragebogens, der zeigen sollte, wie gut die Patienten zu Beginn ihrer Dialyse aufgeklärt sind. Nach der Auswertung der Bögen erstellten sie sodann Patienteninformationsmappen, welche sie an die Patienten ausgaben. Ein Rücklaufbogen zu jeder Patienteninformationsmappe wurde dann den Patienten ebenfalls ausgehändigt. Die Auswertung ergab einige überraschende Aspekte, aber auch, dass die meisten Patienten sich in ihrer Einrichtung wohlfühlen und sich gerne an der Umfrage beteiligt haben.

Antje Diedrich
geboren 1969, wohnhaft in Altenstadt/ Schongau

Beruflicher Werdegang
  • 1989 Examen Krankenpflege
  • seit 1995: tätig in einer privaten Dialysepraxis in Weilheim
  • 2013: Fachschwester für Nephrologie

Erster Kontakt zur AfnP

  • über Marion Bundschu während der Fachweiterbildung Nephrologie
  • Mitglied seit 2012
Rebecca Fiedler

geboren 1979, wohnhaft in Fulda

Beruflicher Werdegang

  • seit 01.06.2000 in der Dialysestation des Klinikums Fulda
  • 2006–2007: Weiterbildung zur Praxisanleitung
  • 2011–2013: nephrologische Fachweiterbildung in Ulm

Erster Kontakt zur AfnP

  • durch Frau Bundschu während meiner nephrologischen Weiterbildung
  • Ländervertreterin Hessen

Der Rest meiner Zeit gehört …
… meiner Familie, meinen Freunden, meinem
Hund und dem orientalischen Tanz.

Wahl des Themas
Unsere Arbeit entstand im Rahmen der Fachweiterbildung für Nephrologie. Auf der Suche nach dem geeigneten Thema fiel uns auf, dass es ein Überangebot an Broschüren für Dialysepatienten gibt. Uns waren diese Hefte entweder zu oberflächlich oder zu umfangreich. Dabei fiel auf, dass nicht immer alle wichtigen Informationen vorhanden waren. Deswegen wollten wir speziell für unsere Dialysepatienten einen Leitfaden erstellen, der sie durch die schwierige Anfangsphase der veränderten Lebenssituation führt. Im Laufe unserer Arbeit entschieden wir uns aufgrund der unterschiedlichen Einrichtungen dazu, unsere Auswertungen gegenüber zu stellen.
Leitfaden für Dialysepatienten – Erstellung und Evaluierung


Zweiter Platz: Carolin Theiß
Die Facharbeit zum Thema „Peritonealdialyseambulanz– Aufbau und Strukturierung“ entstand im Rahmen der Weiterbildung „Schwester/Pfleger für Nephrologie“ an der staatlich anerkannten Weiterbildungsstätte Ulm (Kurs 2011/2013). Die Zahl der Peritonealdialysepatienten ist gegenüber derjenigen der Hämodialysepatienten in Deutschland sehr gering. Dem liegen wohl viele Ursachen zugrunde, vor allem die mangelnden Methodenkenntnisse des nephrologischen Personals und die Vorurteile gegenüber der Peritonealdialyse. Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit in der nephrologischen Fachweiterbildung beschäftigte sich Frau Theiß mit dem Thema „Peritonealdialyse“ und erstellte darüber eine Arbeit. Hierin geht sie auf die Vor- und Nachteile dieser Nierenersatztherapie ein und möchte darstellen, welche Patientengruppen die Vorteile dieses Verfahrens nutzen können. In ihrer Arbeit beschreibt sie den Weg, den das Team in der Dialysepraxis gegangen ist, um eine Peritonealdialyseambulanz aufzubauen und zu strukturieren. Sie zeigt die Ressourcen auf, die das Team nutzen konnte, um mehr über die Peritonealdialyse zu lernen, um nach und nach sicher und selbstständig mit diesem Verfahren zu werden. Weiterhin beschreibt sie die jetzige Situation und Vorgehensweise. Die Autorin hofft, auf diese Weise Kollegen dieses Nierenersatzverfahren näher zu bringen und sie auf dem Weg zum Aufbau einer Peritonealdialyseabteilung zu motivieren sowie zu unterstützen.

Carolin Theiß

geboren 1987, wohnhaft in Bärenbach

Beruflicher Werdegang

  • 2004–2007: Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Hunsrückklinik Simmern
  • seit 2007: beschäftigt im Dialysezentrum Simmern/Boppard
  • 2011–2013: Ausbildung zur Fachschwester für Nephrologie und Dialyse an der Weiterbildungsstätte Ulm
Erster Kontakt zur AfnP
  • Mitglied seit 2011

Aufgabengebiet in der AfnP

  • Ländervertreterin Hessen

Der Rest meiner Zeit gehört …
… meiner Familie, meinen Freunden und meinem Hund.

Wahl des Themas
Bei meiner pflegerischen Einarbeitung in die Peritonealdialyse (PD) in unserem Zentrum wurde ich auf dieses Nierenersatzverfahren aufmerksam, auf die verschiedenen Therapiemöglichkeiten der PD sowie die oft ungenutzten Ressourcen dieser Therapie. Hierfür interessierte und engagierte ich mich sehr. Mit weiteren Kollegen und den Ärzten des Dialysezentrums Simmern gelang es uns, eine PDAbteilung aufzubauen. Mit meiner Facharbeit, die ich im Rahmen der nephrologischen Fachweiterbildung erstellt habe, möchte ich auf die vielen Vorteile der PD eingehen. Ich beschreibe den Aufbau und die Strukturierung unserer Abteilung und wie wir heute verfahren.
Aufbau und Strukturierung


Dritter Platz: Inken Muhs
Die Facharbeit „Aktive Bewegung während der Dialysebehandlung“ entstand innerhalb des Weiterbildung zur Fachkrankenschwester für Nephrologie (DKG). Viele Dialysepatienten haben Einschränkungen in ihren alltäglichen Bewegungsabläufen, zudem leiden sie häufig unter einer verminderten Leistungsfähigkeit. Im Rahmen ihrer Fachweiterbildung für Nephrologie hat sich Frau Muhs intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und in ihrem Dialysezentrum eine Studie zur aktiven Bewegung während der Dialysebehandlung durchgeführt. Ziel der Arbeit war zum einen die Implementierung und zum anderen die Verdeutlichung positiver Auswirkungen von Bewegung während der Dialysebehandlung und auf das alltägliche Leben. Um die Akzeptanz der Patienten zu erreichen, hat sie dem Ganzen eine Struktur verliehen, bei welcher der Spaßfaktor und die Gruppenzusammengehörigkeit einen großen Stellenwert einnehmen. Um die Ergebnisse der Arbeit sichtbar zu machen, hat sie Fragebögen erstellt und mit der ioimpedanzspektroskopie gearbeitet. In ihrer Arbeit beschreibt die Verfasserin des Artikels die Vorbereitungen, die Durchführung von Bewegungsübungen während der Dialysebehandlung und daraus ableitend die Auswertung.

Inken Muhs

geboren 1987, wohnhaft in Bremen

Beruflicher Werdegang

  • 2007: Examen Gesundheits- und Krankenpflegerin am UKSH-Campus Kiel
  • bis 06/2009: Gesundheits- und Krankenpflegerin auf einer Internistischen Station in Kiel
  • seit 07/2009: Gesundheits- und Krankenpflegerin im DTZ Bremen
  • 2012: Weiterbildung zur Fachkrankenschwester für Nephrologie (DKG) am Bildungszentrum Schlump in Hamburg

Erster Kontakt zur AfnP

  • Mitgliede seit 2011

Wahl des Themas
Meine Facharbeit entstand im Rahmen meiner Fachweiterbildung für Nephrologie. Die Motivation zu meinem Thema „Bewegung während der Dialysebehandlung“ erhielt ich durch unsere Patienten. Immer häufiger habe ich sie klagen gehört, dass es ihnen zunehmend schwerer fällt, Treppen zu steigen oder ihre täglichen Hausarbeiten zu verrichten. Genauso häufig sah ich unsere Liegefahrräder und die anderen Sportutensilien ungenutzt in den Regalen liegen. Dies musste sich ändern. waren diese Hefte entweder zu oberflächlich oder zu umfangreich. Dabei fiel auf, dass nicht immer alle wichtigen Informationen vorhanden waren. Deswegen wollten wir speziell für unsere Dialysepatienten einen Leitfaden erstellen, der sie durch die schwierige Anfangsphase der veränderten Lebenssituation führt. Im Laufe unserer Arbeit entschieden wir uns aufgrund der unterschiedlichen Einrichtungen dazu, unsere Auswertungen gegenüber zu stellen.

Aktive Bewegung während der Dialysebehandlung